Einleitung
Die Bhagavad-Gita beginnt nicht mit stiller Meditation, sondern mit einem lauten, chaotischen Schlachtfeld. Kurukshetra ist mehr als ein Ort in Indien – es ist das Bild für das Feld unseres Lebens. Hier begegnen wir Kräften, die in uns wirken: Mut und Angst, Wahrheit und Täuschung, Klarheit und Verwirrung.
Die ersten zwanzig Verse zeigen uns das Aufstellen der Heere. Namen werden gerufen, Hörner geblasen, Krieger erheben ihre Waffen. Für uns bedeutet das: Bevor ein innerer Kampf entschieden werden kann, muss er erst einmal klar gesehen werden.
Diese Verse laden uns ein, unsere eigene Situation ernst zu nehmen: Wo stehe ich im Leben? Welche Stimmen rufen laut? Welche Kräfte will ich vielleicht übersehen? Nur wer hinschaut, kann bewusst wählen.